Lerne Annika kennen, die ihr Berliner Zuhause teilt, um Flüchtlingen zu helfen

Annika ist 2007 mit ihrer Mutter nach Berlin-Kreuzberg gezogen. In der Nähe von ihrem neuen Zuhause befand sich in der Ohlauer Straße eine ehemalige Schule, die von Flüchtlingen und Obdachlosen besetzt war. Nachdem diese Mitte 2014 geräumt wurde, fanden sich viele Flüchtlinge auf der Straße wieder und übernachteten notgedrungen im Görlitzer Park. Annika und ihre Mutter, die die Entwicklung verfolgt hatten, entschlossen sich Ende 2014 dazu einen jungen Mann bei sich aufzunehmen und ihm ein Zuhause zu geben.

Was mit der Unterstützung eines Flüchtlings begann, entwickelte sich jedoch rasch zu mehr: Annika und ihre Mutter unterstützten schnell mehrere Flüchtlinge und stießen an finanzielle Grenzen. So begannen sie 2015 mit Airbnb und gründeten den Bantabaa e.V.: Annika und ihre Mutter unterstützten schnell mehrere Flüchtlinge und stießen an finanzielle Grenzen:

“Bantabaa heißt Treffpunkt”, erzählt Annika, während sie dem 18-jährigen Morro bei der Eröffnung eines Bankkontos hilft. Sie hat die Vormundschaft für ihn übernommen. Heute ist Bantabaa ein gemeinnütziger Verein, der Flüchtlinge unterstützt. “Die Airbnb-Einnahmen helfen uns dabei, unsere Kosten zu decken und weitere Flüchtlinge zu unterstützen.”

Sanna und Morro leben in Annikas Wohnungen kostenfrei und kümmern sich im Gegenzug um Airbnb-Check-Ins und die Reinigung der Wohnung. Sanna zählt nach und erzählt uns, dass er mittlerweile Gäste aus über 20 Ländern empfangen hat – mit vielen Gästen hat er in seiner Lieblingsbar Tischfußball gespielt oder gemeinsam Essen aus seiner Heimat Gambia gekocht.

Er wohnt seit 1,5 Jahren in Annikas Wohnung und arbeitet im Bantabaa Food Dealer Cafe, welches Teil des Bantabaa e.V. ist und Arbeitsplätze für Flüchtling schafft. Täglich geht er außerdem zum Deutsch- und Matheunterricht: Den Schulunterricht hat Annika mit der Bantabaa Community für Sanna, Morro und weitere Flüchtlinge organisiert. Dieser findet in den Räumlichkeiten des Food Dealer Cafes statt.

Wir bei Airbnb teilen die Ansicht, dass jeder Mensch das Recht hat von anderen angenommen und akzeptiert zu werden, ganz egal wer du bist, woher du kommst oder woran du glaubst.

Deswegen arbeiten wir mit Annika und dem Team vom Bantabaa Verein zusammen und veranstalten regelmäßig Abendessen und Community-Abende, um Sanna, Morro und den anderen Flüchtlingen die Integration mehr und mehr zu erleichtern und ein neues Leben in Berlin anzufangen.

Fotos: Sebastian Berthold