Neue Umfrage zum Wohnungsmangel: Berliner halten Zweckentfremdungsverbot für ungeeignet

  • Mehr als drei Viertel der Berlinerinnen und Berliner bezweifeln, dass das Zweckentfremdungsverbot die Verfügbarkeit von Wohnraum erhöhen wird
  • Wohnraumknappheit wird vor allem auf Bevölkerungswachstum und Mangel an neu gebautem Wohnraum zurückgeführt
  • Airbnb möchte mit der Politik gemeinsam an einem klaren und fairen gesetzlichen Rahmen für Home Sharing arbeiten

Im Rahmen der repräsentativen Studie wurden über 1.000 Berlinerinnen und Berliner befragt. Die Studie zeigt, auf welche Faktoren die Bewohner den Wohnungsmangel zurückführen:

  • Existenz von Wohnungsmangel: 92 Prozent der Befragten stimmen zu, dass es einen Mangel an Wohnraum in Berlin gibt
  • Mangel an neu gebautem Wohnraum und Bevölkerungswachstum: Die überwiegende Mehrheit führt den Wohnungsmangel auf zu wenig neu gebauten Wohnraum (73 Prozent) und das Bevölkerungswachstum (65 Prozent) zurück
  • Neubau von Hotels: Fast ein Drittel (31 Prozent) der Befragten gibt an, dass der Neubau von Hotels den Wohnungsmangel in der Stadt verstärkt
  • Zweckentfremdungsverbot ungeeignet: Mehr als drei Viertel (78 Prozent) der Befragten bezweifeln, dass das Zweckentfremdungsverbot die Verfügbarkeit von Wohnraum erhöhen wird. Fast drei Viertel der Befragten (73 Prozent) glauben, dass die bisherigen politischen Maßnahmen nicht zu einer Reduzierung des Wohnungsmangels geführt haben.

Alexander Schwarz, Airbnb General Manager Deutschland/Österreich/Schweiz:

Wir nehmen die Sorge um bezahlbaren Wohnraum in Berlin sehr ernst. Von Berliner Gastgebern hören wir, dass sie ihre eigene Wohnung an Gäste vermieten, um sich etwas dazuzuverdienen. Diese Wohnungen wurden nie dem Wohnungsmarkt entzogen und können diesem daher auch nicht wieder zugeführt werden. Unabhängige Experten und Bewohner der Stadt sind sich einig, dass Home Sharing die Verfügbarkeit von Wohnraum nicht beeinträchtigt und plädieren für klare rechtliche Rahmenbedingungen zugunsten von Home Sharing. Wir möchten auch weiterhin mit politischen Entscheidungsträgern zusammenarbeiten, um Berlinerinnen und Berliner, die ihre eigene Wohnung zeitweise vermieten, zu unterstützen und von unerwünschten professionellen Anbietern abzugrenzen, um neue wirtschaftliche Möglichkeiten für die Stadt zu eröffnen.

Die aktuelle Umfrage folgt einer in der vergangenen Woche veröffentlichten Studie, die das Beratungs- und Forschungsinstitut GEWOS im Auftrag von Airbnb durchgeführt hat. Die Studie zeigt, dass das Vermieten von Wohnraum über Airbnb zu keiner signifikanten Beeinträchtigung der Wohnungsversorgung in Berlin führt. Die GEWOS-Studie kommt ebenfalls zu dem Ergebnis, dass der Wohnungsmangel auf das Bevölkerungswachstum und den Mangel an neu gebautem Wohnraum zurückzuführen ist.

Weitere Informationen zu der GEWOS Studie findest du hier.